Zertifizierte Mediationsausbildung

Werde Zertifizierte*r Mediator*in nach dem deutschen Mediationsgesetz - Mit unserer modularen Fortbildungsreihe

Diese intensive Weiterbildung, die sich in sechs Modulen insgesamt über ca. 24 Monate erstreckt, befähigt die Teilnehmer* innen, Konflikte zwischen Personen und Interessengruppen konstruktiv und lösungsorientiert zu begleiten. Dabei gilt es, auseinandergehende Positionen auf der Basis eines demokratischen und humanistischen Grundverständnisses auszubalancieren. In einer Zeit, in der abwertende und verachtende Kommunikationsmuster in unserer Kultur mehr und mehr die öffentliche Debatte bestimmen, hat das zunehmende Bedeutung. Werte wie Respekt, Wertschätzung und Akzeptanz sind eine dringend notwendige Grundlage für solidarisches und friedliches Handeln sowohl in Unternehmen als auch in der Gesellschaft.

Die Weiterbildung zum*zur zertifizierten Mediator*in erfolgt nach dem deutschen Mediationsgesetz und bringt dich in deiner Betriebsratsarbeit weiter voran. Und ganz nebenbei steht deine eigene Karriere durch die zertifizierte Qualifizierung auch auf einer stabilen Basis.

Kompetenzentwicklung

  • Du entwickelst deine Mediationskompetenzen, damit du in komplexen, undurchsichtigen Konfliktlagen flexibel und angemessen reagieren kannst – besonders wichtig für Entscheider*innen und Führungskräfte.
  • Du entwickelst deine Konfliktkompetenzen anhand einer strategisch ausgerichteten Konzeption, damit du auch in organisationalen Kontexten professionell agieren kannst. 
  • Du entwickelst deine Kommunikationskompetenzen, damit du in komplexen, nicht vorhersehbaren Situationen souverän auftrittst.
  • Du entwickelst deine Digitalkompetenzen, denn die digitale Transformation aller Informations-, Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche fordert auch Mediator*innen und Konfliktmanager*innen heraus.
  • Nach Abschluss aller sechs Module erhältst du eine Zertifizierung der Weiterbildung nach dem Mediationsgesetz.
Aufbau der Ausbildung im Überblick - Jahrgang 2025
Die Mediations-Ausbildung mit Beginn in 2025 wird bis 2026 fortgeführt. Für diese Module könnt ihr euch hier anmelden. 

Mediation: Grundlagen der Vermittlung in schwierigen Situationen

Modul eins beginnt mit den Grundlagen der Mediation. Du lernst, wie Vermittlung auch in schwierigen Situationen funktionieren kann.

 

 

Termin

Beginn 12.10.2025 - 18:00 Uhr

Ende 15.10.2025 - 12:45 Uhr

Seminarort: Bad Münder

Konfliktberatung: Was innerbetriebliche Konflikte können und wie Dritte damit intelligent umgehen

Das zweite Modul widmet sich der Konfliktberatung. Du lernst, was innerbetriebliche Konfl­ikte bewirken und wie Dritte damit umgehen können.

 

Termin

Beginn 30.11.2025 - 18:00 Uhr

Ende 03.12.2025 - 12:45 Uhr

Seminarort: Bad Münder

Recht: Gesetzliche Rahmenbedingungen für die Vermittlungsarbeit bei innerbetrieblichen Konfl­ikten

Im dritten Modul geht es um rechtliche und gesetzliche Rahmenbedingungen für die Vermittlungsarbeit bei innerbetrieblichen Konfl­ikten.

 

Termin

Beginn 01.02.2026 - 18:00 Uhr

Ende 04.02.2026 - 12:45 Uhr

Seminarort: Bad Münder

Interventionen: Konstruktiver Umgang als Dritte*r mit schwierigen innerbetrieblichen Situationen

Das vierte Modul widmet sich Interventionen. Hier lernst du praxisnah den konstruktiven Umgang als Dritte*r mit schwierigen innerbetrieblichen Situationen.

Termin

Beginn 22.03.2026 - 18:00 Uhr

Ende 25.03.2026 - 12:15 Uhr

Seminarort: Bad Münder

System und Umwelt: Kein Konflikt kommt allein daher

Im fünften Modul wird die Perspektive erweitert. Hier stehen System und Umwelt im Fokus, denn kein Konflikt kommt allein daher.

 

 

Termin

Beginn 10.05.2026 - 18:00 Uhr

Ende 13.05.2026 - 12:15 Uhr

Seminarort: Bad Münder

Konfliktmanagement-systeme aufbauen

Im letzten Modul lernst du unterschiedliche Konfliktmanagementsysteme kennen und erfährst, wie diese aufzubauen sind. 

 

 

Termin

Beginn 20.09.2026 - 18:00 Uhr

Ende 23.09.2026 - 12:15 Uhr

Seminarort: Bad Münder

Blended Learning

Zwischen den Modulen kannst du dein Wissen in zwei begleitenden WebSeminaren festigen und auffrischen. Die Online-Lehre bereitet dich bestens auf die nächsten Module vor. Die Kombination aus klassischem Seminar und computergestütztem Lernen, Blended Learning genannt, bietet viele Vorteile. Auf der einen Seite genießt du in den Modulen die Vorzüge eines Seminars: direkter Dialog, Präsenztraining, starker Praxisbezug, Möglichkeiten des Austauschs mit den anderen Teilnehmer*innen etc. Auf der anderen Seite sind die WebSeminare zeitsparend und du nimmst im eigenen Büro oder zu Hause teil. Für die Teilnahme benötigst du einen internetfähigen Computer sowie idealerweise ein Headset. Eine Webcam ist nicht erforderlich.

FAQ: Zertifizierte*r Mediator*in
Zertifizierte*r Mediator*in - Was ist das?

Ein*e Mediator*in ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt. Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein um sich "zertifizierte*r Mediator*in" nennen zu können?

Ausbildungslehrgang: Die/Der Mediator*in muss einen Ausbildungslehrgang absolviert haben, der einen Umfang von mindestens 120 Präsenzzeitstunden aufweist und sowohl die in der Anlage zur ZMediatAusbV festgelegten theoretischen Inhalte vermittelt als auch praktische Übungen und Rollenspiele beinhaltet.

Mediation: Darüber hinaus muss die/der Mediator*in während des Ausbildungslehrgangs oder binnen eines Jahres nach dessen erfolgreicher Beendigung eine Mediation als Mediator*in oder Co-Mediator*in durchgeführt haben.

Einzelsupervision: Im selben Zeitraum muss die durchgeführte Mediation sodann im Wege einer Einzelsupervision mit einem Supervisor reflektiert werden.

Wie sieht der Ablauf eines Mediationsverfahrens aus?
  1. Erläuterung des Verfahrens und der grundlegenden Regeln
    (Ablauf des Mediationsprozesses und Rolle der Mediatoren erläutern, Mediationseignung des Konflikts der Parteien klären, Vertrag für das Verfahren abschließen)

  2. Erarbeitung der regelungsbedürftigen Fragestellungen
    (Themen sammeln und vorläufig bewerten, Übereinstimmungen und Meinungsverschiedenheiten herausarbeiten, die Reihenfolge für die Bearbeitung der Themen festlegen)

  3. Bearbeitung des Konflikts
    (die für die Problembearbeitung wesentlichen Informationen zusammentragen, unterschiedliche Sichtweisen darlegen und Verständnis für diese entwickeln, von Positionen zu Bedürfnissen und Interessen übergehen, Grundlagen für eine Entscheidungsfindung erarbeiten)

  4. Lösung des Konflikts
    (Entwicklung von Optionen zur Konfliktlösung, Prüfung und Erörterung möglicher Konfliktregelungen im Hinblick auf bestehende Umsetzungsmöglichkeiten, vorläufige oder Teillösungen erproben, eine Gesamtvereinbarung entwerfen)

  5. Abschließende Vereinbarung
    (Gesamtschau vornehmen, schriftliche Fixierung der Konfliktlösung in einem Vertrag und dessen Überprüfung, verbindlicher Vertragsschluss).

Wie finde ich bei Bedarf ein*e Mediator*in?

Es gibt Mediatoren-Datenbanken wie dein-mediator.com, mediator-finden.de oder mediatorbase.com. Du kannst aber auch über die Website des Bundesverbands Mediation e.V. Bundesverband Mediation e.V.: MediatorIn suchen (bmev.de) eine Sucheanfrage stellen. 

Dein Kontakt für Ausbildungsreihen

Gabriele Janßen